Mittwoch, 16. August 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA

Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

17. AUGUST

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien auestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Wünscht Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

17. AUGUST – Zu Karthago als heilige Martyrer der Abt Liberatus, der Diakon Bonifatius, die Subdiakone Servus und Rusticus, die Mönche Rogatus und Septimus, sowie der Knabe Maximus. Sie wurden in der Vandalischen Verfolgung unter König Hunnerich wegen des Bekenntnisses ihres katholischen Glaubens und der Verteidigung der einen Taufe lange mißhandelt. So beschlossen sie ihr ruhmvolles Martyrium und empfingen vom Herrn die Krone.
Zu Caesarea in Kappadokien der Heimgang des heiligen Martyrers Mamas. Er litt zur Zeit des Kaisers Aurelianus unter dem Statthalter Alexander. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R . Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES


HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 62 – Die Priester des Klosters

17. AUGUST – Wenn der Abt die Weihe eines Priesters oder Diakons erbitten will, so wähle er aus seinen Mönchen einen aus, der würdig ist den priesterlichen Dienst auszuüben. Der Geweihte aber hüte sich vor Überheblichkeit und Stolz. Er nehme sich nichts heraus und handle nie ohne Auftrag des Abtes. Er wisse ja, dass gerade er sich in der Zucht der Regel zu fügen hat. Das Priesteramt sei ihm kein Anlass, den Gehorsam und die Ordnung der Regel zu vergessen, sondern er schreite mehr und mehr zu Gott. Er nimmt stets den Platz ein, der seinem Eintritt ins Kloster entspricht, außer beim Dienst am Altar oder wenn ihn die Wahl der Gemeinschaft und der Wille des Abtes an einen höheren Platz stellen, weil seine Lebensführung es verdient. Doch wisse er, dass auch er sich an die Ordnung zu halten hat, die für Dekane und Prioren gilt. Nimmt er sich heraus, anders zu handeln, gelte er nicht mehr als Priester, sondern als Aufrührer. Und er ändert sich trotz wiederholter Mahnung nicht, so ziehe man noch den Bischof als Zeugen hinzu. Wenn er sich auch dann nicht bessert und seine Schuld klar zutage liegt, werde er aus dem Kloster gewiesen. doch nur, wenn er so widerspenstig ist, dass er sich nicht unterordnen und der Regel nicht gehorchen will.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

17. AUGUST – Gedächtnis des seligen Ludo, Konversbruder in Himmerod. Er führte einen lebenslangen Kampf gegen Hochmut und Versuchungen gegen die Lauterkeit.
Gedenken an den seligen Philipp, Mönch von Lekno – Wongrowitz. Er war als Missionar mit seinem Abt Gottfried im Preußenlande tätig. Seine erfolgreiche Tätigkeit krönte er mit dem Martyrium.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)
KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
17. AUGUST – Gedächtnis des seligen Hieronymus, Kamaldulensermönch. Ein unermüdlicher Missionar in Litauen.
Frommes Gedenken an einen seligen Michael, Mönch von Cluny.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. AUGUST
nach der Ordnung von 1963
17. - Nigr. / Vir. - Fer. 5 – De ea – OFFICIUM FERIALIS - Laud. Com. B.M.V. - mis. conv. missa 4 de requiem – or. una Deus cui proprium…- Präf. defunctorum – miss. lect. Dom. 10 post Pent. - sine Gl. - or 2 Deus cui proprium- Praef. communis - Vesp. de fer. - Com. S. AGAPITI, MART. Beatus vir...- B.M.V.-

17. - schwarz / grün - Donnerstag – Fer. V - de ea ( Ferialtag ) OFFICIUM FERIALIS - in Laudes Com. B.M.V. - Konventmesse: missa 4 de requiem - 1 Oration Deus cui proprium…- Präf. defunctorum - missa lecta: Messe vom 10. Sonntag n. Pfingsten - kein Gloria - Präf. Communis - Vesp. vom Tag - Com. des HL. AGAPITUS, MART. Beatus vir...- Com. B.M.V.-
HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE.



Dienstag, 15. August 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA

Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

16. AUGUST

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien auestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

16. AUGUST – Zu Krakau in Polen der Heimgang des heiligen Bekenners Hyacinthus aus dem Orden der Prediger. Er wurde von Papst Clemens VIII. in die Zahl der Heiligen aufgenommen.
Bei der Stadt Metz der heilige Bischof Arnulf, er führte als Eremit ein Leben von großer Heiligkeit und Wunderkraft. Er fand ein seliges Ende.
Zu Nikomedien der heilige Bekenner Ursacius. Unter dem Verfolger Licinius gab er den Kriegsdienst auf und lebte als Eremit. Er erstrahlte in solcher Tugendkraft, daß er böse Geister austreiben und einen großen Drachen durch sein Gebet töten konnte.
In Rom die heilige Serena, sie war vormals die Gattin des Kaisers Diokletian.Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R . Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES


HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 61 – Die Aufnahme fremder Mönche

16. AUGUST – Hat der Abt einen solchen Mönch als vorbildlich erkannt, darf er ihm einen etwas höheren Platz zuweisen. Kommt der Abt bei Priestern und Klerikern, wie schon gesagt wurde, zu einem ähnlichen Urteil, darf er nicht nur einen Mönch, sondern auch sie an einen höheren Platz stellen, als es ihrem Eintritt entspricht. Der Abt hüte sich aber, jemals einen Mönch aus einem anderen bekannten Kloster ohne Einwilligung oder Empfehlungsschreiben seines Abtes in sein Kloster aufzunehmen, steht doch geschrieben: "Was du nicht selbst erleiden willst, das tu auch keinem anderen an!"

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

16. AUGUST – Gedenken an die seligen Ruesella, Sancta und Fulcedis ( Fulkheid ), Stifterinnen und Nonnen des Klosters N.D. de Pres in Douai. Sie gründeten dieses Kloster Anfang des 13. Jahrh., und lebten dort zunächst als Beginen. Nach vielen Schwierigkeiten unterstellten sie sich unserem Orden.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)
Zu Trebnitz in Schlesien die Erhebung der Reliquien der hl. Hedwig.
In Spanien Gedenken an den gottseligen Mönch Athanasius de Villa Gomez. Er lebte in ständiger Betrachtung göttlicher Dinge und strenger Abtötung.

KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
16. AUGUST – Erhebung der Reliquien des hl. Bernward, Bischof von Hildesheim.
Der selige Nicardus, Abt und Bekenner.

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. AUGUST
nach der Ordnung von 1963
16. - Vir. - Fer. 4 – De ea – Laud. Com. S. HYACINTHI, CONF. Similabo…& B.M.V. - mis. Dom. 10 post Pent. - sine Gl. - or 2 de S. HYACINTHO - Praef. communis - Vesp. de fer. - Com. B.M.V.-

16. - grün - Mittwoch – Fer. IV - de ea ( Ferialtag ) - in Laudes: Com. des HL. HYAZINTHUS, BEKENN. Similabo…& B.M.V. - in missa: 10. Sonntag n. Pfingsten - kein Gloria - 2. Oration vom HL. HYAZINTHUS - Präf. communis - Vesp. vom Tag - Com. B.M.V.-

HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE.



Montag, 14. August 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA

Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

15. AUGUST

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien auestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Frater Alberich

ZU HOCHFEST UNSERER HERRIN
Vesperhymnus S.O.Cist.

O quam glorifica luce coruscas,
Stirpis Davidicæ regia proles,
Sublimis residens virgo Maria,
Supra cæligenas ætheris omnes!

Tu cum virgineo, mater, honore
Angelorum domino pectoris aulam
Sacris visceribus casta parasti;
Natus hinc Deus est corpore Christus.
Quem cunctus venerans orbis adorat,
Cui nunc rite genu flectitur omne,
A quo nos petimus te veniente
Abiectis tenebris gaudia lucis.
Hoc largire, pater luminis omnis,
Natum per proprium flamine sancto,
Qui tecum nitida vivit in æthra
Regnans et moderans sæcula cuncta.
O welch herrliches Licht strahlst du hernieder,
Kind, dem Königsgeschlecht Davids entsprossen,
Die erhaben du thronst, Jungfrau Maria,
Über Dunkel und Dunst hoch in den Himmeln.


Du hast, Mutter, dem Herrn englischer Heerschar
Mit jungfräulicher Scham, Keusche, die Stätte
Deiner heiligen Brust freundlich bereitet:
Und im Fleisch ward Gott, Christus geboren,
Dem Anbetung und preis bringen die Welten,
Dem die Knie sich hier demütig beugen,
Von dem unser Gebet, hilfst du uns bitten,
Fleht um schwinden der Nacht, Freuden des Lichtes.
Vater strahlenden Lichts, dieses vergönne
Mit dem eigenen Sohn, Heiligem Geiste,
Der im Glanz mit dir lebt in den Himmeln
Und beherrschend erhält alle Welten.
Deutsch von Friedrich Wolters (1876 – 1930)

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

15. AUGUST – Die leibliche Aufnahme der Heiligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria in den Himmel. Alle Kirchen unseres Ordens haben unter diesem Geheimnis ihr Patrozinium. ( Bete ein AVE MARIA! )
Zu Rom, an der Via Appia, der heilige Akolyth Tharcisius. Als er einst das Sakrament des Leibes Christi bei sich trug, wollte er es nicht herausgeben, als neugierige Heiden ihn bedrängten. Darum wurde er von ihnen so lange mit Knütteln und Steinen bearbeitet, bis er seine Seele aushauchte. Als die Frevler seinen Leichnam untersuchten, fanden sie weder in den Händen noch in den Kleidern des Ermordeten etwas vom Sakramente Christi. Die Christen bargen den Leichnam des Martyrers und bestatteten ihn ehrenvoll im Zömeterium des Callistus. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R . Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES

HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 61 – Die Aufnahme fremder Mönche

15. AUGUST – Es kann sein, dass ein fremder Mönch von weither kommt und als Gast im Kloster bleiben möchte. Wenn er mit der Lebensweise, die er dort antrifft, zufrieden ist und nicht etwa durch übertriebene Ansprüche Verwirrung ins Kloster bringt, sondern sich ohne Umstände mit dem, was er vorfindet, begnügt, nehme man ihn auf, und er bleibe, solange er will. Sollte er in Demut und Liebe eine begründete Kritik äußern oder auf etwas aufmerksam machen, so erwäge der Abt klug, ob ihn der Herr nicht gerade deshalb geschickt hat. Will er sich aber zur Beständigkeit verpflichten, weise man einen solchen Wunsch nicht zurück; man konnte ja seine Lebensführung kennenlernen, solange er Gast war. Erweist er sich aber in der Zeit seines Aufenthalts als anspruchsvoll und mit vielen Fehlern behaftet, muss man ihm nicht nur die Aufnahme in die klösterliche Gemeinschaft verweigern, sondern man sage ihm zu dem höflich, er solle gehen, damit nicht durch seinen beklagenswerten Zustand auch noch andere verdorben werden. Verdient er jedoch nicht, weggeschickt zu werden, nehme man ihn nicht erst auf seine eigene Bitte hin als Glied der Gemeinschaft auf, sondern lege ihm das Bleiben sogar nahe, damit andere von seinem Beispiel lernen. Wir dienen doch überall dem gleichen Herrn und kämpfen für den einen König.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

15. AUGUST – Gedenken an den seligen Konrad, Konversbruder in Heisterbach. Die Heiligkeit seines Wandels wurde durch viele Visionen belohnt.
Im Kloster des hl. Clemens zu Toledo die selige Nonne Maria.Innige Verehrerin ihrer erhabenen Namenspatronin. Diese holte ihr liebes Kind an ihrem hohen Festtag in den Himmel.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)
KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. AUGUST
nach der Ordnung von 1963

15. - Alb. - Fer. 3 ASSUMPTIONIS B.M.V. SACRI ORD. CISTERCENSIS PATRONAE - Serm. maj. - mis. Gl. - or una - Cr - Praef. de Beata: Et Te in Assumptione - Post tertiam process. sollemn. - Vesp. de fest. - sine Com. 

15. - weiß – Dienstag – Fer. III - HOCHFEST DER HIMMELFAHRT DER ALLERSELIGSTEN JUNGFRAU UND GOTTESMUTTER MARIA - PATRONIN DES HL. ZISTERZIENSERORDENS UND ALLER KIRCHEN DES ORDENS – Serm. maj.- in missa: Gloria - 1 Oration - Credo - Präf. de Beata: Et Te in Assumptione…- Nach der Terz feierliche Prozession - wenn Prozession stattfand, entfällt Ps. Judica... u. die Orat. Aufer…& Oramus…- Vesp. vom Fest - Sonntagspsalmen – keine Com.-

HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE.



Sonntag, 13. August 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA

Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

14. AUGUST

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien auestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

14. AUGUST – Die Vigilfeier von der Aufnahme der Allerseligsten Jungfrau Maria in den Himmel.
Zu Rom der Heimgang des heiligen Priesters und Bekenners Eusebius. Er wurde wegen der Verteidigung des katholischen Glaubens vom arianischen Kaiser Constantius in ein Gemach seines Hauses eingeschlossen. Dort verbrachte er unter inständigem Gebet sieben Monate. In Afrika der heilige Blutzeuge Demetrius. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R . Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES


HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 60 – Die Aufnahme von Priestern

14. AUGUST – Wenn einer aus dem Priesterstand um Aufnahme in das Kloster bittet, so stimme man nicht gleich zu. Beharrt er trotzdem fest auf seiner Bitte, so muss er wissen, dass er die Regel in ihrer ganzen Strenge zu halten hat. nichts wir ihm erleichtert, es gelte das Wort der Schrift: "Freund, wozu bist du gekommen." Man gestatte ihm allerdings, seinen Platz gleich nach dem Abt zu haben, den Segen zu sprechen und den Gottesdienst zu halten, aber nur, wenn ihn der Abt dazu beauftragt. Sonst nehme er sich nichts heraus; er weiß ja, dass er der Zucht der Regel unterworfen ist, und mehr als andere gebe er allen ein Beispiel der Demut. Wenn es um die Besetzung eines Amtes oder einer anderen Angelegenheit im Kloster geht, nimmt er den Platz ein, der seinem Eintritt ins Kloster entspricht, nicht jenen, der ihm sonst aus Ehrfurcht vor dem Priestertum eingeräumt wird. Wenn Kleriker das gleiche Verlangen haben und sich dem Kloster anschließen möchten, weist man ihnen einen mittleren Platz zu, aber nur dann, wenn sie die Beobachtung der Regel und Beständigkeit versprechen.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

14. AUGUST – Ruhmvolles Gedenken an die vierzig Martyrermönche des irischen Klosters Nenagle, die am Vigiltag von Mariä Himmelfahrt 1591 an den Stufen des Hochaltars von englischen Soldaten hingemordet wurden. Die Legende geht um, nachdem die Soldaten abgezogen waren, seien die Mönche aufgestanden und hätten die 1. Vesper von Mariä Himmelfahrt gesungen. Seit 1914 schleppt sich der Seligsprechungsprozeß dahin.
Ebenfalls in Irland das Martyrium von Abt und Mönchen der Abtei St. Maria in Dublin.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)
KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
14. AUGUST – In Geldern Gedächtnis an den heiligen Werenfried, Priestermönch der englischen Abtei Ripon. Er wirkte in dieser Gegend als Glaubensbote.
In Vallombrosa Gedenken an an den seligen Mönch Simeon, ein Mann ungewöhnlicher Heiligkeit.

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. AUGUST
nach der Ordnung von 1963
14. - Viol. - Fer. 2 VIGILIA ASSUMPTIONIS B.M.V. - Off. fer. - or vigliae in 2. Noct., Laud. et horae – Laud. Com. S. EUSEBII, CONF. Similabo…- In Capitulo post annunt. fest. curvatus Ave Maria...- mis. Kyrie ferialis – sine Gl. - or 2 de S. EUSEBIO – Praef. communis - Vesp. de fest. - sine Com. -

14. - violett - Montag – Fer. II - VIGIL VON MARIÄ HIMMELFAHRT - Ferialoffizium mit Vigiloration in II. Nokturn, zur Laudes u. den Horen - in Laudes: Com. des HL. EUSEBIUS, BEKENN. Similabo…- im Kapitel, nach der Ankündigung des Festes betet man verbeugt ein Ave Maria - in missa: Ritus abbatialis mit Leviten in Tunika & Dalmatik u. Weihrauch ab Opferung - Kyrie ferialis - kein Gloria - 2. Oration vom HL. EUSEBIUS - kein Credo - Präf. communis - Vesp. vom folg. Fest - Sonntagspsalmen – keine Com.-
HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE.



Samstag, 12. August 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA

Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatbus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

13. AUGUST

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien auestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Freunde des Cistercienserordens und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

13. AUGUST – Zu Rom der heilige Martyrer Hippolytus. Auf Befehl des Valerianus wurde er für sein ruhmvolles Bekenntnis mit den Füßen an den Hals wilder Pferde gebunden und über Dornen und Distelgestrüpp geschleift, bis er, am ganzen Körper zerschunden, seinen Geist aufgab. Am gleichen Tage litten auch die selige Concordia, seine Pflegemutter, sie wurde vor ihm zu Tode geschlagen, und weitere neunzehn aus seinem Hause. Sie wurden mit ihm enthauptet.
Am selben Tag in Imola der Heimgang des heiligen Cassianus. Weil er die Götzenbilder nicht anbeten wollte, wurden die Knaben herbeigerufen, denen er sich beim Unterricht verhaßt gemacht hatte, und erlaubte ihnen, ihn zu töten. Je schwächer deren Hand war, desto größer war die Qual, die sie ihm bereiteten, weil der Tod nur langsam erfolgte.
Zu Poitiers in Frankreich die heilige Königin Radegundis. Ihr Leben ist reich an Wunderwerken und Tugenden. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen.R . Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES



HLST. VATERS BENEDIKTUS

Kapitel 59 – Die Aufnahme von Brüdern

13. AUGUST – Die Aufnahme von Kindernenn ein Vornehmer seinen Sohn im Kloster darbringt und dieser noch ein Kind ist, dann stellen die Eltern die oben erwähnte Urkunde aus. Zusammen mit einer Opfergabe wickeln sie diese Urkunde und die Hand des Knaben in das Altartuch und bringen ihn so dar. Was ihr Vermögen angeht, so sollen sie in der vorliegenden Urkunde unter Eid versprechen, dass sie niemals selbst, auch nie durch eine vorgeschobene Person noch auf irgendeine andere Weise dem Knaben etwas schenken oder ihm die Möglichkeit bieten, etwas zu besitzen. Sie können jedoch für seinen Unterhalt dem Kloster eine Spende anbieten. Was sie geben wollen, das sollen sie dem Kloster als Schenkung vermachen. Wenn sie es wünschen, können sie sich die Nutznießung vorbehalten. Auf diese Weise werde allem vorgebeugt, so dass dem Knaben keine Aussicht bleibt, die ihn betören und verderben könnte, was ferne sei. Wir kennen das aus Erfahrung. Entsprechend sollen es auch Ärmere halten. Wer aber gar nichts hat, stellt einfach die Urkunde aus und bringt in Gegenwart von Zeugen seinen Sohn zusammen mit der Opfergabe dar.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )

DES HL. CISTERCIENSERORDENS

13. AUGUST – Gedenken an den gottseligen Alois Bley, Konversbruder von Mariastern in Bosnien ( Tochter von Mariawald ). Er wurde mit einem Mitbruder nach Neupommern in der Südsee gesandt, um einen Siedlungsplatz für eine Neugründung zu erkunden. Beim Bau der Kirche wurde er von Eingeborenen überfallen und durch einen Pfeilschuß und Beilhiebe getötet.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)
KLEINES MENOLOGIUM DER BENEDIKTINISCHEN FAMILIE
13. AUGUST – Zu Poitiers Gedenken an die heilige Radegundis, Königin der Franken, Prinzessin des thüringischen Fürstenhauses und Äbtissin einer Gemeinschaft von Jungfrauen eines Kloster, das sie selbst gegründet hat. Benediktinerin ist sie vermutlich nicht gewesen.
In Württemberg der verehrungswürdige Heinrich, Abt der Abtei Wieblingen, er verstarb 1551. In der Finsternis der lutherischen Wirren erstrahlte er wie ein Stern im Nebel, so rühmen ihn seine Zeitgenossen.
LITURGISCHER KALENDER O. Cist. AUGUST
nach der Ordnung von 1963
13. - Vir. - Dom. 10 post Pent. - mis. Gl. - or una – Cr - Praef. de SS. Trinitate - Vesp. de Dom. - sine Com. -

13. - grün – Sonntag - 10. SONNTAG n. PFINGSTEN - in missa: Gloria – 1 Oration - Credo - Präf. de SS. Trinitate - Vesp. vom - Sonntag

HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.

MARIA, SIDUS GEMMAQUE VIRGINUM,
CISTERCIENSES DIRIGE SUBDITOS,
QUI TE PATRONAM CONFITENTUR
AEDIBUS, OFFICO, FERVORE.