Donnerstag, 27. April 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA


Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

28. APRIL

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Cistercienserenthusiasten und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

28. APRIL – Zu Ravenna der heilige Martyrer Vitalisals er die sterblichen Überreste des heiligen Ursicinus barg und ehrenvoll bestattete wurde durch den ehemaligen Konsul Paulinus verhaftet. Nach verschiedenen Folterungen wurde er in eine tiefe Grube geworfen und zugeschüttet mit Sand und Steinen.
Zu Alexandria das Leiden der heiligen Jungfrau und Blutzeugin Theodora. Weil sie es mit Abscheu zurückwies, den Götzen zu opfern, brachte man sie in ein Buhlhaus. Doch mit Gottes wunderbarer Hilfe konnte einer ihrer Brüder, namens Didymus, sie verkleidet entführen. Dieser wurde später zusammen mit ihr getötet und empfing gemeinsam mit ihr die Krone.
Am selben Tag die heiligen Blutzeugen Aphrodisius, Caralippi, Agapii und Eusebius. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES
HLST. VATERS BENEDIKTUS
Kapitel 70 - Eigenmächtige Bestrafung eines Bruders

28. APRIL – Man beuge im Kloster jeder Gelegenheit zur Anmaßung vor. Darum bestimmen wir: Keiner darf seiner Brüder ausschließen oder schlagen, es sei denn, der Abt habe ihm dazu Vollmacht erteilt. Wer sich dagegen verfehlt, werde vor allen zurechtgewiesen, damit die anderen abgeschreckt werden. Alle sollen die Knaben bis zum Alter von fünfzehn Jahren gewissenhaft zur Ordnung anhalten und beaufsichtigen, doch geschehe auch dies immer maßvoll und überlegt. Wer sich ohne Weisung des Abtes irgend etwas gegen einen Erwachsenen herausnimmt oder gar den Knaben gegenüber sich zu maßlosem Zorn hinreißen lässt, den treffe die von der Regel vorgesehene Strafe. Es steht ja geschrieben: "Was du selbst nicht erleiden willst, das füge auch keinem anderen zu!"

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

28. April – Gedenken an den selige Alrad ( Adelrad ), Konversbruder im Kloster Isenhagen. In der Welt war er Dienstmann des Herzogs von Braunschweig – Lüneburg. Bei der Verlegung des Klosters nach Marienrode, wurden seine Gebeine dorthin übertragen. Die Verehrung durch das gläubige Volk dauerte bis zur Säkularisierung ( 1806 ) an.

Kirchweihe von B.M.V. von Wettingen 1515 und 1222 von Bronnbach ( gegr. 1151 )

AD. 1930 Kirchweihe von B.M.V. de Igniaco.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

In England der selige Stephanus, Erzbischof von Canterbury. Ob der Verteidigung der Rechte der Kirche wurde er aus seinem Bistum verjagt und fand Zuflucht in der Abtei Pontigny. Er wurde noch zum Kardinal erhoben und ist zu seiner Zeit selig im Herrn entschlafen.

DIE REGEL DES HL. BASILIUS
D. VON DEN VORSTEHERN

Wer sich nicht so hält, ist ein blinder Führer, der nicht allein sich selbst in die Grube stürzt, sondern auch jene mit hinein zieht, die ihm folgen. Aus dem Gesagten erhellt deshalb, ein wie großes Übel es ist, den Bruder, statt auf den rechten Weg, in die Irre zu führen. Dies ist ein Zeichen, daß das Liebesgebot nicht erfüllt wird, denn jeder Vater kümmert sich um sein Kind, wenn es im Begriffe ist, in einen Abgrund zu stürzen, keiner überläßt es, wenn es hineingefallen ist, seiner unglücklichen Lage. Um wieviel schrecklicher es ist, eine in den Sündenabgrund gefallene Seele dem Verderben zu überlassen, bedarf keiner Erwähnung. Daher muß der Vorsteher der Bruderschaft über die Seelen in ihr wachen und um das Heil eines jeden besorgt sein, weil er Rechenschaft ablegen muß; ja, seine Sorge muß so weit gehen, daß er seinen Eifer für sie bis zum Tod beweist, nicht allein um dessentwillen,was der Herr allgemein und zu allen von der Liebe gesagt hat: daß man für seine Freunde sein Leben hingeben müsse, sondern was Paulus besonders anführt mit den Worten: „Euch innig liebend waren wir bereit, euch nicht allein das Evangelium Gottes darzubringen, sondern auch unser Leben“

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - APRIL
nach der Ordnung von 1963

28. - Alb. - Fer. 6 – De ea - Laud. com. B.M.V. - Mis. de Dom. in Albis - Gl. - or. una - Praef. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Vesp. de seq. fest. - sine com.-

28. - weiß - Freitag - de ea - Ferialtag - in Laudes: Com. B.M.V.- in missa: Messe vom WEISSEN SONNTAG - Gloria - 1 Oration - Präf. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Vesp. vom folg. Fest - SONNTAGSPSALMEN – keine Com. -


HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.









Mittwoch, 26. April 2017

CISTERTIUM MATER NOSTRA


Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

27. APRIL

PATET PORTA MAGIS COR

KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Cistercienserenthusiasten und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

27. APRIL – Zu Nikomedien der Heimgang des heiligen Bischofs und Martyrers Anthimus. In der Kirchengeschichte wird berichtet, daß er in der Verfolgung des Diokletian wegen des Bekenntnisses Christi enthauptet wurde und erlangte so den Ruhm des Martyriums. Ihm folgte fast seine ganze Herde nach. Die einen ließ der Richter enthaupten, andere verbrennen, wieder andere auf Schiffe bringen und im Meer versenken.
Zu Tarsus in Kilikien die heiligen Blutzeugen Castor und Stephanus.
In Rom die Beisetzung des heiligen Papstes Athanasius. Der heilige Hieronymus bezeugt, er hat lange Zeit seines Lebens in Unschuld verbracht. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES
HLST. VATERS BENEDIKTUS
Kapitel 69 - Eigenmächtige Verteidigung eines Bruders

27. APRIL – Man achte darauf, daß im Kloster sich keiner bei irgendeinem Anlass herausnimmt, als Verteidiger oder Beschützer eines anderen Mönches aufzutreten, wären die Beiden auch noch so eng durch Blutsverwandtschaft verbunden. Auf gar keine Weise dürfen sich die Mönche das herausnehmen, weil dies zum Anlaß für schlimmste Ärgernisse werden kann. Wer diese Vorschrift übertritt, werde streng in die Schranken gewiesen.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

27. April – Zu Clairvaux der selige Mönch Reinald. Er wurde der erste Abt von Foigny. Nachdem er sein Amt niedergelgt hatte, zog er sich wieder in sein Profeßkloster zurück. Der hl. Bernhard hat ihm vier Briefe geschrieben.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

Im Elsaß das Gedächtnis an den gottseligen Abt Theobald (Thiébaut) Hillweg vom Kloster Lützel. Fast vierzig Jahre hat er den Stab geführt und auf strenge Regeltreue geachtet. In den Wirren der lutherischen Revolution hat er unerschrocken den wahren Glauben bestärkt. In Basel entriß er einer aufrührerischen Menge die Statue der hl. Gottesmutter und trug sie durch die Stadt auf den Schultern nach Lützel.

DIE REGEL DES HL. BASILIUS
C. VOM GEMEINSAMEN GEBET
D. VON DEN VORSTEHERN
2. Von der Verantwortung des Vorstehers

Wem daher die gemeinsame Sorge anvertraut ist, der handle so, als müßte er für jeden Einzelnen Rechenschaft ablegen. Er wisse, daß, wenn einer der Brüder in Sünde gefallen ist, weil er ihm vorher das Gericht Gottes nicht verkündigte, oder nach dem Fall in der Sünde verharrt, weil er ihn den Weg der Besserung nicht lehrte, dessen Blut von seinen Händen gefordert werden wird, wie geschrieben steht, besonders, wenn er nicht aus Unwissenheit das Gott Wohlgefällige vernachlässigt, sondern aus Schmeichelei jedem die Fehler nachsieht und so die Zucht zerstört. „Denn die euch seligpreisen“, heißt es, „betrügen euch und verderben den Weg eurer Füße.“ „Wer euch aber verwirrt, der wird sein Urteil tragen, wer er auch sei.“
Daher müssen wir, damit uns dies nicht widerfahre, im Umgang mit den Brüdern der apostolischen Vorschrift folgen: „Wir kamen nicht mit Schmeichelreden, wie ihr wißt, noch mit versteckter Habsucht – Gott ist Zeuge dafür – und suchten nicht von Menschen Ruhm, weder von euch, noch von anderen.

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - APRIL
nach der Ordnung von 1963

27. - Alb. - Fer. 5 – De ea - Laud. com. B.M.V. - Mis. de Dom. in Albis - Gl. - or. una - Praef. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Vesp. de fer. - com. B.M.V.-

27. - weiß - Donnerstag - de ea - Ferialtag - in Laudes: Com. B.M.V.- in missa: Messe vom WEISSEN SONNTAG - Gloria - 1 Oration - Präf. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Vesp. vom Tag - com. B.M.V.-


HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.








Dienstag, 25. April 2017


CISTERTIUM MATER NOSTRA


Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

26. APRIL

PATET PORTA MAGIS COR

KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Cistercienserenthusiasten und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

26. APRIL – Zu Rom der Heimgang des heiligen Papstes und Martyrers Cletus. Er leitete als zweiter Nachfolger des Apostels Petrus die Kirche zwölf Jahre lang. In der Verfolgung des Domitianus erwarb er sich die Krone.
Ferner der heilige Papst und Blutzeuge Marcellinus. Er regierte die Kirche neun Jahre und vier Monate. Unter Diokletian wurde er zusammen mit Claudius, Cyrino und Antonino enthauptet. Zu jener Zeit herrschte eine so große Verfolgung, sodaß innerhalb eines Monats siebzehntausend Martyrer den Siegeskranz erlangten.
Im Kloster Centula in Frankreich der heilige Priester und Bekenner Richarius. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES
HLST. VATERS BENEDIKTUS
Kapitel 68 - Überforderung durch einen Auftrag

26. APRIL – Wenn einem Bruder etwas aufgetragen wird, das ihm zu schwer oder unmöglich ist, nehme er zunächst den erteilten Befehl an, in aller Gelassenheit und Gehorsam. Wenn er aber sieht, dass die Schwere der Last das Maß seiner Kräfte völlig übersteigt, lege er dem Oberen dar, warum er den Auftrag nicht ausführen kann, und zwar geduldig und angemessen, ohne Stolz, ohne Widerstand, ohne Widerrede. Wenn er seine Bedenken geäußert hat, der Obere aber bei seiner Ansicht bleibt und auf seinem Befehl besteht, sei der Bruder überzeugt, dass es so für ihn gut ist; und im Vertrauen auf Gottes Hilfe gehorche er aus Liebe.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

26. April – Piacenca in Italien das Hinscheiden der heiligen Jungfrau Francha. Sie wurde bei den schwarzen Benediktinerinnen erzogen, später nahm sie das Kleid der Cistercienser und wurde Mutter vieler Jungfrauen. Durch Wunder verherrlicht, wurde sie aufgenommen in das Verzeichnis der Heiligen.

Gedächtnis des seligen Johannes. Er war ein wohlhabener Pfründner. Als er vierzig Jahre alt wurde, erinnerte er sich an ein Gelübde, das er seinerzeit abgelegt hatte, Cistercienser zu werden. Er verließ seine Kanonikerstelle in Lyon und trat in den Orden ein. Später wurde er der erste Abt von Bonnevaux und gründete bald vier neue Klöster. Als er Bischof von Valence wurde, unterstützte er gerne Bauern, denen er Saatgut und Feigen gab. Auch in Not geratene Kaufleute half er mit Zuwendungen und verhinderte deren wirtschaftlichen Zusammenbruch.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

AD. 1856 wurde von dem frommen Priester Bernardo Barnouin die altehrwürdige Abtei B.M.V. de Senanque    ( gegr. 1148 ) wieder zum Leben erweckt.

DIE REGEL DES HL. BASILIUS
D. VON DEN VORSTEHERN

I. Charismen und Funktionen

Da der Apostel sagt: „Alles geschehe mit Anstand und Ordnung,“ so halten wir jene Lebensweise in der Gesellschaft der Gläubigen für anständig und wohlgeordnet, welche dem Verhältnis der Glieder des Körpers entspricht. So hat der, dem die gemeinsame Sorge anvertraut ist: sowohl das Geschehene zu prüfen, als auch vorherzusehen und zu erwägen, was geschehen soll, das Amt des Auges, oder ein anderer das des Ohres oder der Hand, um zu hören oder auszuführen, was erfordert ist, und so ein jeder seine besondere Pflicht. Man muß nämlich wissen: wie kein Glied ohne Gefahr vernachlässigt, was ihm besonders obliegt, oder zu anderem, als wozu es vom Schöpfer gemacht ist gebraucht wird, ebenso ist für den Vorgesetzten, der über alle Rechenschaft geben muß, die Nachlässigkeit nicht ohne Gefahr, so für den Untergebenen der Ungehorsam nicht ohne Schaden und Nachteil. Die Gefahr ist um so größer, wenn anderen dadurch Ärgernis gegeben wird. Jeder aber, der auf seinem Platz unverdrossenen Eifer zeigt und das Gebot des Apostels: „Seid nicht träge im Eifer“ erfüllt, empfängt das Lob der Bereitwilligkeit; ist er dagegen nachlässig, das Gegenteil, nämlich den Namen eines Elenden und das Wehe: „Denn verflucht“, heißt es, „ist jeder, der die Werke des Herrn nachlässig tut

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - APRIL
nach der Ordnung von 1963

26. - Alb. - Fer. 4 – iii Lect.- S. FRANCHA, VIRG. O.N. - Laud. com. SS. CLETI & MARCELLINI, PAPAE & MART. Lux perpetua…& B.M.V. - Mis. Gl. - or. 2 de SS. CLETO & MARCELLINO - Präf. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Vesp. de fer. - com. B.M.V.-

26. - weiß - Mittwoch - HL. FRANCHA, JUNGFR. O.N. - iii Lect.- in Laudes: Com. der HLL. KLETUS & MARZELLINUS, PÄPSTE & MART. Lux perpetua…& B.M.V. - in missa: Gloria - 2. Oration von den HLL. KLETUS & MARZELLINUS - kein Credo - Präf. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Vesp. vom Tag - Com. B.M.V.-
HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.








Montag, 24. April 2017


CISTERTIUM MATER NOSTRA



Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

25. APRIL

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Cistercienserenthusiasten und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

25. APRIL – Zu Rom die große Bittprozession nach Sankt Peter. In Alexandria der Heimgang des heiligen Evangelisten Marcus. Er war der Schüler und Dolmetscher des Apostels Petrus. Auf Bitten der Glaubensbrüder in Rom schrieb er sein Evangelium. Mit diesem Evangelium ging er nach Ägypten und verkündete als erster zu Alexandria Christus und gründete eine Gemeinde. Später wurde er wegen des Glaubens an Christus gefangen. Im Kerker wurde er durch die Erscheinung eines Engels gestärkt. Zuletzt erschien ihm der Herr selbst und rief ihn ins Himmelreich, es war im achten Jahre des Nero.
Zu Syrakus auf Sizilien als heilige Martyrer, die Geschwister Evodius, Hermogenes und Callista. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner, sowie heiliger Jungfrauen. R. Dank sei Gott.
LESUNG AUS DER REGEL UNSERES
HLST. VATERS BENEDIKTUS
Kapitel 67 - Brüder auf Reisen

25. APRIL – Sollen Brüder auf Reisen geschickt werden, empfehlen sie sich dem Gebet aller Brüder und des Abtes. Beim letzten Gebet des Gottesdienstes wird immer aller Abwesenden gedacht. Bei der Rückkehr von der Reise aber sollen sich die Brüder noch am selben Tag bei allen festgesetzten Gebetszeiten am Schluss des Gottesdienstes im Oratorium zu Boden werfen und alle um das Gebet bitten wegen der Fehler, die vielleicht unterwegs vorgekommen sind, wenn sie Böses gesehen oder gehört oder Unnützes geredet haben. Auch nehme sich keiner heraus, einem anderen alles zu erzählen, was er außerhalb des Klosters gesehen und gehört hat, denn das richtet großen Schaden an. Wenn sich einer das herausnimmt, verfällt er der von der Regel vorgesehenen Strafe, ebenso jeder, der den Bereich des Klosters eigenmächtig verlässt, irgendwohin geht oder sonst etwas ohne Erlaubnis des Abtes unternimmt, sei es auch noch so geringfügig.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

24. April – Gedächtnis des seligen Jakob von Saverdun, Mönch von Bolbone. Er wurde Abt von Fondfroide, dann Bischof von Pamier und später Bischof von Mirepoix. 1327 wurde er Kardinal und 1334 Papst. Er nahm den Namen Benedikt an, der XII. dieses Namens. Da es ihm verwehrt war, nach Rom zu kommen, begann er mit dem Bau einer päpstlichen Residenz in Avignon. Um den Mißbräuchen zu steuern, die sich im Orden eingeschlichen hatten, erließ er die Reformkonstitution Fulgens sicut sol. Obwohl ein Mann von großer persönlicher Heiligkeit, wird sein Name immer eng mit dem Babylonischen Exil der Päpste verbunden sein.
( Nach dem Menologium von P. Adolf Dietrich S.O.Cist.)

In der Schweiz 1278 Kirchweihe von Magdenau ( B.M.V. de Augia Virginum ).

DIE REGEL DES HL. BASILIUS
C. VOM GEMEINSAMEN GEBET

Ferner sollen wir bei Anbruch der Nacht beten, damit wir eine vorwurfslose und von Traumbildern freie Ruhe genießen. Auch um diese Zeit muß der neunzigste Psalm gebetet werden. Daß wir aber auch um Mitternacht beten sollen, dies übermitteln uns Paulus und Silas in der Apostelgeschichte: „Um Mitternacht aber lobten Paulus und Silas Gott.“ Und der Psalmist sagt: „Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen für die Gerechtigkeit deiner Gerichte.“ Dann sollen wir auch der Morgenröte zuvorkommen und zum Gebet aufstehen, damit wir nicht vom Tag in Schlaf und Bett angetroffen werden, vielmehr mit David sagen zu können: „Meine Augen kommen der Morgenröte zuvor, um deine Aussprüche zu betrachten.“ Wer sich entschlossen hat, sorgfältig zur Ehre Gottes und Christi zu leben, darf keine dieser Zeiten vernachlässigen. Ich halte aber dafür, daß Abwechslung und Vielfalt in den Gebeten und Psalmengesängen zu den bestimmten Stunden nützlich ist, schon deshalb, weil die Seele infolge des Einerlei oft gleichgültig und zerstreut ist; wird aber zu jeder Stunde mit Psalmengesang und Gebet abgewechselt, so erneuert sich die Sehnsucht der Seele, und ihre Aufmerksamkeit wird erfrischt.

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - APRIL
nach der Ordnung von 1963

25. - Viol./ Rub. - Fer. 3 – S. MARCUS, EVANGELISTA - LITANIAE MAJORES - MM.maj.- Mis. de Rogationibus – nec Gl.- or. 2 de S. MARCO – post Epist. Alleluja, Alleluja. V. Propitius esto.., sequitur Alleluja. V. Exultabo et laetabor…de Mis. pro quacumque necessitate - praef. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Ite missa est -
Mis. lecta: Gl. – or 2 de Rogat. - Cr. - Praef. Apostl. -
Vesp. de seq. fest. - sine com.-

25. - violett / rot - Dienstag - HL. MARKUS, EVANGELIST - LITANIAE MAJORES - MM.maj.-
- violett - das Konventamt wird als Bittamt gefeiert mit Leviten und Inzens ab Opferung - nach der Terz die Bittprozession ( violettes Pluviale, die Leviten tragen violette Paramente, der Servitor ecclesiae begleitet mit Weihrauch ) - aus gegebenen Anlaß kann anstatt der Prozession die ALLERHEILIGENLITANEI u. FOLGENDES im Chor gesungen werden, in beiden Fällen entfällt Ps. Judica..u. die Orat. Aufer…u. Oramus…- kein Gloria - 2. Oration vom HL. MARKUS - nach der Epistel: Alleluja, Alleluja. V. Propitius esto.., danach Alleluja. V. Exultabo et laetabor…aus der Messe: pro quacumque necessitate - kein Credo - Präf. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Ite missa est -

rot - in missa lecta: Gloria - 2. Oration vom Bittag - Credo - Präf. de Apost. -

Vesp. vom Fest - Sonntagspsalmen - keine Com.-



HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.









Sonntag, 23. April 2017


CISTERTIUM MATER NOSTRA



Mit freundlicher Genehmigung der Schweizer Abtei Frauenthal O.Cist.

Sub tuum praesidium confugimus, Sancta Dei Genitrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris. Sed a periculis cunctis, libera nos semper. Virgo gloriosa et benedicta.

24. APRIL

PATET PORTA MAGIS COR
KLOSTER HIMMELPFORT
B.M.V. de Coeli Porta S.O.Cist.

Unter dem Titel einer virtuellen Cella ( eine Cella ist die kleinste mögliche Klostereinheit ) soll das Andenken an ein demütiges Cisterzienserkloster in der Mark Brandenburg aufleben. B.M.V. de Coeli Porta Himmelpfort ) war die letzte und kleinste Neugründung der Abtei Lehnin. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort ) Spät gegründet, mit problematischen Ländereien ausgestattet, die sich teilweise in verschiedenen Herrschaftsbereichen befanden, hat diese kleine Schule des Herrendienstes wenig gute Zeiten erlebt. Schließlich ging sie in den Wirren der lutherischen Revolution unter.- Wenig ist übrig geblieben: ein ruinenhaftes Kirchenschiff, ein stark veränderter Ostchor, der heute der evangelischen Gemeinde Himmelpfort als Pfarrkirche dient und ein Brauereigebäude, das vor einigen Jahren abbrannte.- Die Beiträge in diesem Blog werden vorzüglich aus dem liturgischen Bereich der Cisterciensergewohnheiten bestehen. Möglicherweise kann es auch einmal Mitteilungen aus der übrigen benediktinischen Familie geben. Cistercienserenthusiasten und andere Gäste sind herzlich willkommen.

Friede allen! Frater Alberich

MARTYROLOGIUM CISTERCIENSE

24. APRIL – In Babylon die drei Jünglinge Sidrach, Misach und Abdenago.
Zu Lyon in Frankreich der Heimgang des heiligen Blutzeugen Alexander. In der Verfolgung des Antoninus Verus wurde er in den Kerker geworfen. Durch eine grausame Geißelung wurde er zuerst so zugerichtet, daß die Rippen brachen, die Brust sich auftat und die inneren Organe sichtbar wurden. Dann wurde er ans Kreuz geschlagen. Hier hauchte er vor Erschöpfung seinen Geist aus. Mit ihm litten weitere vierunddreißig Martyrer, deren Gedächtnis an anderen Tagen begangen wird. In England das Hinscheiden des heiligen Bischofs Mellitus.  Vom heiligen Papst Gregorius wurde er nach England gesandt.
Zu Elvira in Spanien der heilige Bischof und Bekenner Gregorius. Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Martyrer und Bekenner. R. Dank sei Gott.

LESUNG AUS DER REGEL UNSERES
HLST. VATERS BENEDIKTUS
Kapitel 66 - Die Pförtner des Klosters

24. APRIL – An die Pforte des Klosters, stelle man einen weisen älteren Bruder, der Bescheid zu empfangen und zu geben weiß und den seine Reife daran hindert, sich herumzutreiben. Der Pförtner soll seine Zelle neben der Pforte haben, damit alle, die ankommen, dort immer einen antreffen, von dem sie Bescheid erhalten. Sobald jemand anklopft oder ein Armer ruft, antworte er: "Dank sei Gott" oder "Segne mich". Mit der ganzen Sanftmut eines Gottesfürchtigen und mit dem Eifer der Liebe gebe er unverzglich Bescheid. Braucht der Pförtner eine Hilfe, erhalte er einen jüngeren Bruder. Das Kloster soll, wenn möglich, so angelegt werden, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle und Garten, innerhalb des Klosters befindet und die verschiedenen Arten des Handwerks dort ausgebt werden können. So brauchen die Mönche nicht draußen herumlaufen, denn das ist für sie überhaupt nicht gut. Diese Regel soll nach unserem Willen in der Gemeinschaft oft vorgelesen werden, damit sich keiner der Brüder mit Unkenntnis entschuldigen kann.

MENOLOGIUM ( HEILIGENVERZEICHNIS )
DES HL. CISTERCIENSERORDENS

24. April – Hodie vacat!

DIE REGEL DES HL. BASILIUS
C. VOM GEMEINSAMEN GEBET

Da die Danksagung sogar durch ein Gesetz jederzeit geboten und erwiesenermaßen sowohl der Natur wie der Vernunft nach, unserem Leben notwendig ist, so dürfen die in den Brüderschaften festgesetzten Gebetszeiten nicht versäumt werden. Wir haben sie den Anforderungen entsprechend gewählt, so daß jede von ihnen die von Gott empfangen Wohltaten in besonderer Weise erinnert: das Frühgebet, damit wir die ersten Regungen des Herzens und des Verstandes Gott weihen und uns um nichts anderes kümmern, bevor wir nicht durch den Gedanken an Gott freudig gestimmt worden sind. Dann soll man sich um die dritte Stunde zum Gebet erheben und die Brüderschaft versammeln, gleich mit welcher Arbeit der Einzelne immer beschäftigt sein mag, und sich dabei an die Ausgießung des Heiligen Geistes erinnern, der den Aposteln um die dritte Stunde verliehen wurde. Alle sollen ihn einmütig anbeten, auf daß auch sie gewürdigt werden, an der Heiligung teilzuhaben. Sind einige aber infolge der Arbeit oder aus sonstigen Gründen zu weit entfernt, so sollen sie dort bedenkenlos alle gemeinschaftlichen Vorschriften erfüllen, denn der Herr sagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Auch um die sechste Stunde halten wir das Gebet nach dem Beispiel der Heiligen für notwendig, die sagen: „Abends und morgens und mittags will ich erzählen und verkünden, und er wird meine Stimme anhören.“ Und damit wir vom Angriff des mittägigen Teufels befreit werden, ist um diese Zeit der neunzigste Psalm zu sprechen. Das die neunte Stunde unser Gebet verlangt, dies haben uns die Apostel in der Apostelgeschichte überliefert, indem dort erzählt wird, Petrus und Johannes seien zur neunten Gebetsstunde zum Tempel hinaufgegangen. Und geht der Tag zu Ende, so sollen wir für das, was uns während des Tages geschenkt worden ist und was wir mit Hilfe der Gnade Gutes getan haben, danken und bekennen, was wir freiwillig oder unfreiwillig und unwissentlich in Worten, Werken oder auch im Herzen gesündigt haben, und Gott im Gebet für all das versöhnen. Denn es ist von großem Nutzen, das Vergangene zu überdenken, um nicht wieder in ähnliche Sünde zu fallen. Daher heißt es: „Was ihr in euren Herzen gesprochen, das bereut auf euren Lagern.“

LITURGISCHER KALENDER O. Cist. - APRIL
nach der Ordnung von 1963

24. - Alb.- Fer. 2 – de ea - Laud. Com. B.M.V.- Mis. de Dom. in Albis - Gl.- or. una – praef. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Vesp. de seq. fest. - sine com.-

24. - weiß - Montag - de ea - Ferialtag - in Laudes: Com. B.M.V.- in missa: Messe vom WEISSEN SONNTAG - Gloria - 1 Oration - Präf. Pasch. ( in hoc potissimum ) - Vesp. vom folg. Fest - Sonntagspsalmen - keine Com.-


HINWEIS

Die Angaben zur jeweiligen Tagesmesse beziehen sich auf das Cisterciensermissale. Es ist in dankenswerter Weise von Enthusiasten aus dem Umfeld der Abtei Mariawald ( Cistercienser von der strengeren Observanz ) veröffenlicht worden. Die Übersetzungen ins Deutsche sind im vollen Gange. Hier wird man fündig:www.mariawalder-messbuch.de Etwas wunderlich ist die Bezeichnung MARIAWALDER MESSBUCH. Wir haben es aber hier ganz einfach mit dem MISSALE CISTERCIENSE zu tun, das bis zur liturgischen Revolution nach dem Vat.II von beiden Cistercienserobservanzen benutzt wurde.
Zu diesem Missale ist folgendes zu sagen: Schon im 17. Jahrhundert wurde offensichtlich, daß viele Priestermönche des Cistercienserordens den römischen Ritus ihrem eigenen cisterciensischen vorzogen. Obwohl noch das Konzil von Trient (1545-1563) die Eigenriten bestätigt hatte, konnten die Generalkapitel des 17. Jahrhunderts nur noch teilweise verhindern, daß das Missale Romanum auch in den Klöstern des Ordens gebraucht wurde. Die neu herausgegebenen Meßbücher ab 1657 waren im Grunde Ausgaben des Missale Romanum mit cisterciensischen Adaptationen.
Die Unterschiede sind aber gar nicht so klein, wie gerne behauptet wird. Es gibt Heiligenfeste mit Texten, die das Missale Romanum nicht kennt. Mitunter sind auch an Sonntagen des Kirchenjahres die Perikopen und Texte der Meßgesänge nicht identisch. Bei gemeinsamen Heiligenfesten sind mitunter einzelne Texte der Meßgesänge verschieden. Verschieden sind auch die Weiheriten der Kerzen an Lichtmeß, am Aschermittwoch und Palmsonntag. Die Karfreitagsliturgie hat stellenweise ihre eigene Form, sowie die Feier der Osternacht.
Es ist also noch viel Eigengut im Cisterciensermeßbuch, so daß man mit Recht von einem MISSALE CISTERCIENSE sprechen kann und nicht nur von einem MISSALE ROMANUM CISTERCIENSE.